Funktionale Atmung

Der Begriff "funktionale Atmung" steht für die von der Natur vorgesehene Atmung.

Kurz zusammengefasst:

  • jeder Atemzug findet durch die Nase statt und wird durch das Zwerchfell gesteuert
  • die Atmung (in Ruhe und bei leichter Bewegung) ist lautlos und kaum wahrzunehmen
  • sie ist regelmäßig, ruhig, langsam und findet eine natürliche Pause nach dem Ausatmen

Gestörte Atemmuster, oder die "nicht-funktionale Atmung"

Es gibt viele Formen der nicht funktionalen Atmung, in den unterschiedlichsten Schweregraden.

Die häufigste Art ist die chronische Hyperventilation, bei der etwas zu schnell und/oder zu viel geatmet wird. Hier ist leider ein "bisschen" zu schnell und ein "bisschen" zu viel schon ausreichend, um unseren Stoffwechsel negativ zu beeinflussen.

Die Anzeichen eines gestörten Atemmustern sind unter anderem:

  • die Unfähigkeit, einen zufrieden stellenden Atemzug zu nehmen
  • ausgeprägte Atemlosigkeit in Ruhe oder während leichter Bewegung (wie Spazieren gehen, Treppen steigen oder Yoga, ...)
  • häufiges Gähnen oder Seufzen
  • das Gefühl "einfach nicht genug Luft zu bekommen"

Andere Störungen, die durch eine nicht funktionale Atmung signifikant verschlechtert werden, sind:

  • Asthma
  • Heuschnupfen
  • Schnarchen
  • Schlafapnoe
  • Angstzustände / häufige Sorgen
  • Panikattacken

Die nicht funktionale Atmung erkennt man besonders an folgenden Eigenschaften:

  • häufiges Atmen durch den Mund
  • Atem-Bewegungen an Schulter, Brust / Oberkörper zu erkennen
  • der Atem ist unregelmäßig und bereits in Ruhe zu hören

 


Wie kommt es zu einer gestörten Atmung ?

Der moderne Lebenswandel beeinflusst leider unseren Körper und die damit verbunden Funktionen nicht immer vorteilhaft.

So können Stress, ungesunde Ernährung und zu wenig Bewegung bereits über kurze Zeiträume hin weg (hier reichen oft schon Tage) zu einer chronischen Störung des Atemmusters führen.

Durch die damit einhergehende Veränderung unserer Körperchemie wird die Störung noch weiter verstärkt, es kommt zu einem Teufelskreislauf.

Da unser Körper ein Meister der Anpassung ist, fällt es uns allerdings kaum auf, dass sich die Atmung verschlechtert.
So kommt es zu chronischen Störungen, die sich dauerhaft manifestieren und sich nur aktiv mit gezielten Übungen wieder verbessern lassen.

Glücklicherweise ist ein Weg zur funktionalen Atmung zurück möglich.